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Auf den Spuren der Militärstadt

Zu einer Reise in die Frühzeit Carnuntums lädt das Amphitheater Bad Deutsch-Altenburg ein, heute der einzige noch sichtbare Teil der ehemaligen Militärstadt rund um das ehemalige Legionslager. Nach der Errichtung des ersten befestigten Winterlagers im Jahr 6 n. Chr. wurde um 50 n. Chr. das Legionslager errichtetet - die eigentliche Keimzelle der späteren Donaumetropole.

Im Gegensatz zum Luxus und den Annehmlichkeiten des zivilen Lebens war das Leben im Legionslager von dem unbedingten Gehorsam und der Disziplin in der römischen Legion geprägt. Rund um das Legionslager entstand eine Militärstadt (canabae legionis), in der sowohl die Familien der Legionäre als auch Händler und Handwerker wohnten. Das Legionslager und die Militärstadt ruhen heute unter der Erde, allerdings wurde hier in der Mitte des 1. Jhdts. n. Chr. der Grundstein für den Aufstieg Carnuntums als Drehscheibe der Weltpolitik und als Handelsknoten zwischen Bernsteinstraße und Limesstraße gelegt. Respekt einflößend und bis weit in das germanische Gebiet sichtbar, waren die soliden Mauern des Legionslagers über Jahrhunderte eine Voraussetzung für Sicherheit und Wohlstand am römischen Donaulimes.

Eine Fahrt zwischen Petronell-Carnuntum und Bad Deutsch-Altenburg entlang der einstigen Hauptstraße (via principalis) führt mitten durch das ehemalige Legionslager und ist eine Reise in die Vergangenheit. Auf halbem Wege zwischen den beiden Ortschaften entführt das Amphitheater in den harten Alltag der kampferprobten römischen Legionäre und in die Welt der Gladiatoren.