Heidentor

Etwa 2 km vom Freilichtmuseum Petronell entfernt liegt in südwestlicher Richtung das Heidentor, Österreichs bekanntestes römisches Baudenkmal und Wahrzeichen des Archäologischen Parks Carnuntum. Das Heidentor kann bequem mit dem Auto oder zu Fuß erreicht werden. Lassen Sie sich nach der inspirierenden Reise in den Alltag der Carnuntiner Bürger vom imposanten Ausdruck kaiserlichen Machtanspruchs beeindrucken. Außerhalb der Stadtmauer der Zivilstadt gelegen, zeugte der monumentale Bau über der Kaiserstatue von Constantius II schon in der Blütezeit Carnuntums weithin sichtbar von Glanz und Macht des römischen Imperators.


Vom einstigen Prachtbau steht heute nur noch der bekannte Torbogen. Neueste wissenschaftliche Befunde belegen, dass es sich ursprünglich um einen Pfeilerbau mit vier Durchgängen (Quadrifrons, griech. Tetrapylon) handelte, der als Triumphalmonument für Constantius II in den Jahren 354 - 361 n. Chr. errichtet wurde und sich schützend über der Statue des Kaisers erhob.


Der Name "Heidentor" stammt aus dem Mittelalter, als die Menschen den Torbogen für ein Bauwerk von Nicht-Christen hielten und daher als "heydnisch Tor" bezeichneten. Eine Fehleinschätzung, wie wir heute wissen: Die Bauzeit des Heidentors fiel in eine Zeit, als das Christentum schon seit Jahrzehnten als Religion anerkannt war und auch zunehmende Bedeutung in Carnuntum erlangte.