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Aus der Geschichte Carnuntums

 

Die Keimzelle Carnuntums war das in der Mitte des 1. Jh. n. Chr. errichtete Legionslager. Unter dem Schutz der Legionen erblühte auch sehr rasch das zivile Leben. Aber auch die Lage am Schnittpunkt zwischen der Bernsteinstraße und der Limesstraße begünstigte den unaufhaltsamen Auftsieg Carnuntums zur römischen Donaumetropole. Nach der Teilung der Provinz Pannonien um 106 n. Chr. wurde Carnuntum Hauptstadt der neu entstandenen Provinz Oberpannonien und Sitz des Statthalters.


Ab da ging es Schlag auf Schlag. Unter Kaiser Hadrian erhielt Carnuntum um 124 n. Chr. das offizielle Stadtrecht und wurde zum municipium erhoben. In den Jahren 171-173 n. Chr. wählte Kaiser Marc Aurel Carnuntum als Residenz während seines Feldzuges gegen die Markomannen. Nachdem der Statthalter Septimius Severus im Jahr 193 n. Chr. von seinen Soldaten in Carnuntum zum Kaiser ausgerufen wurde, stieg die Stadt sogar in den Rang einer colonia auf.


Einmal noch stand Carnuntum im Rampenlicht der Weltpolitik, als es im Jahr 308 n. Chr. in Carnuntum zur großen Kaiserkonferenz kam. Nach dem Abzug der Römer in der Mitte des 5. Jh. geriet die Stadt zunehmend in Vergessenheit.